De Füürwehrheld

Schwank in drei Akten von Walter G. Pfaus. Plattdeutsch von Heino Buerhoop
Feuerwehrkommandant Hugo wird wegen Trunkenheit am Steuer kurzerhand der Führerschein entzogen. Das ist doppelt schlimm für ihn – nicht nur, weil seine Frau ihn verlassen will, die nicht ganz zur Unrecht vermutet, er habe seine alte Flamme besucht, sondern auch wegen der indiskreten Lokalpresse, die den Vorfall umgehend veröffentlicht.
Im Alleingang kündigt Hugo der Presse deshalb einen sofortigen Informationsstop seitens der Feuerwehr an. Die Presse aber erklärt ihrerseits, ab sofort nicht mehr über die Feuerwehraktivitäten berichten zu wollen. Damit sind aber weder die Bürgermeisterin noch die Feuerwehr einverstanden, denn schließlich steht in Kürze das große Feuerwehrfest bevor. Um den Schaden zu begrenzen, wird Hugo als Kommandant kurzfristig abgesetzt. Das ist nun wirklich mehr, als er vertragen kann.
Zusammen mit Tochter Petra fasst er einen Plan, wie er seinen ramponierten Ruf wiederherstellen kann. Dabei bringt Petra geschickt ihren Freund Oskar ins Spiel. Sehr zum Leidwesen von Hugo, der Oskar weder als Journalist noch gar als künftigen Schwiegersohn akzeptieren will.
Obwohl zunächst die Zeichen für Hugo mehr als schlecht stehen, was er seinem eigenen Verschulden ebenso wie der Trotteligkeit seines besten Freundes Alfons zu verdanken hat, kann er sich letztendlich dank eines kleinen Tricks sprichwörtlich an seinem eigenen Schopfe aus dem Schlamassel ziehen und steht im Handumdrehen nicht mehr als Sündenbock, sondern als Held des Tages da.